Fellpflege beim Hund: Wie oft bürsten wirklich sinnvoll ist

Fellpflege beim Hund: Wie oft bürsten wirklich sinnvoll ist

Die richtige Fellpflege hängt stark vom Felltyp deines Hundes ab. In diesem Ratgeber erfährst du, wie oft Bürsten wirklich sinnvoll ist, welche Werkzeuge sich eignen und warum regelmäßige Fellpflege nicht nur Haare reduziert, sondern auch Haut und Gesundheit deines Hundes unterstützt.

Ein glänzendes, gepflegtes Fell ist ein Zeichen für einen gesunden und glücklichen Hund. Doch viele Hundebesitzer fragen sich: Wie oft sollte man seinen Hund eigentlich bürsten? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab – insbesondere vom Felltyp, der Felllänge und davon, ob sich der Hund im Fellwechsel befindet. In diesem Ratgeber erfährst du, warum regelmäßiges Bürsten wichtig ist, wie oft es für verschiedene Fellarten empfohlen wird und wie du die Fellpflege unkompliziert in den Alltag integrieren kannst.

Warum ist regelmäßiges Bürsten wichtig?

Regelmäßiges Bürsten des Hundefells ist weit mehr als nur Kosmetik. Es trägt maßgeblich zur Gesundheit der Haut und des Fells bei. Durch das Bürsten werden lose Haare und Schmutz entfernt, Verfilzungen vorgebeugt und die Haut sanft massiert. Diese Massage regt die Durchblutung an und verteilt den natürlichen Hauttalg im Fell. Das Ergebnis: Die Haut bleibt geschmeidig und das Fell erhält einen gesunden Glanz. Gleichzeitig können Hautprobleme wie Schuppenbildung oder Irritationen durch regelmäßiges Bürsten reduziert werden, da abgestorbene Hautpartikel entfernt und die Poren frei gehalten werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Beim Bürsten entdeckst du schnell Unregelmäßigkeiten. Du kannst Parasiten wie Zecken oder Flöhe sowie kleine Wunden frühzeitig bemerken und behandeln. Regelmäßige Fellpflege schützt deinen Hund somit auch indirekt vor Krankheiten, die durch Parasiten übertragen werden. Zudem fördert die gemeinsame Pflegeroutine die Bindung zwischen dir und deinem Hund – viele Hunde genießen die Aufmerksamkeit und Zuwendung beim Bürsten. Für sie kann das Bürsten richtig wohltuend sein, denn es befreit von juckenden, losen Haaren und fühlt sich wie eine Massage an.

Lose, abgestorbene Haare, die im Fell verbleiben, können Juckreiz verursachen. Durch regelmäßiges Bürsten wird die abgestorbene Unterwolle entfernt und das Fell “belüftet”, was Hautirritationen und Juckreiz deutlich lindert. Gerade während des Fellwechsels klagen Hunde mit dichter Unterwolle oft über vermehrtes Jucken, weil die toten Haare auf der Haut pieksen. Bürstest du deinen Hund, werden diese Haare entfernt und die Haut kann wieder atmen – dein Vierbeiner fühlt sich sofort wohler.

Nicht zuletzt sorgt regelmäßiges Bürsten auch im Zuhause für Vorteile: Lose Haare landen in der Bürste statt auf Teppich und Couch. Du reduzierst den Haarausfall in der Wohnung spürbar, wenn du deinen Hund oft genug kämmst. Kurzum, Bürsten ist eine simple Maßnahme mit großem Effekt – für die Gesundheit deines Hundes und für ein sauberes Zuhause.

 

Wie oft sollte man einen Hund bürsten?

Eine pauschale Antwort auf die Frage „Wie oft muss ich meinen Hund bürsten?“ gibt es nicht, denn jede Fellart ist anders. Grundsätzlich gilt: Je länger und dichter das Fell, desto häufiger sollte gebürstet werden. Hunde mit kurzem Fell kommen mit relativ wenig Bürsten aus, während langhaarige Rassen oder Hunde mit viel Unterwolle wesentlich mehr Pflege brauchen. Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle – während des Fellwechsels (Frühjahr und Herbst) ist tägliches Bürsten oft sinnvoll, um den Hund beim Abwerfen des alten Fells zu unterstützen.

Als groben Richtwert kann man sich merken: Kurzhaarige Hunde benötigen etwa zwei- bis drei Mal pro Woche eine Bürsteinheit, um Schmutz und lose Haare zu entfernen. Langhaarige Hunde sollten idealerweise täglich oder mindestens jeden zweiten Tag gebürstet werden. Während des Fellwechsels darf es bei allen Felltypen ruhig täglich sein – in dieser Phase verlieren Hunde besonders viele Haare, und häufiges Bürsten erleichtert ihnen diesen haarigen Prozess. Einige Hunderassen mit schlichtem, glattem Fell (ohne viel Unterwolle) müssen außerhalb des Fellwechsels tatsächlich nicht ständig gebürstet werden; einmal pro Woche genügt oft, um das Fell gesund zu halten. Doch selbst bei diesen genügsamen Felltypen schadet eine wöchentliche Routine nicht: Sie hilft, Hautfett zu verteilen und das Fell glänzend zu halten – mehr ist hier eher eine Frage des Komforts als der Notwendigkeit.

Wichtig: Achte stets auf deinen Hund und sein Fell. Bilden sich Knoten oder fällt dir vermehrt Schuppenbildung auf, ist dies ein Zeichen, häufiger zur Bürste zu greifen. Umgekehrt gilt: Sieht das Fell sauber und gepflegt aus und zeigt die Haut keine Auffälligkeiten, musst du nicht „auf Teufel komm raus“ bürsten. Insbesondere nach ausgiebigen Spaziergängen (etwa im Wald oder Feld) lohnt es sich aber, kurz zu bürsten oder zu kämmen – so entfernst du direkt kleine Äste, Kletten oder Dreck aus dem Fell, bevor sie sich festsetzen.

Kann man einen Hund zu oft bürsten?

Viele Hunde lieben das Bürsten – doch zu viel des Guten kann der Haut schaden. Tatsächlich warnen einige Experten davor, Hunde nicht unnötig häufig zu bürsten, um die Haut nicht zu reizen. Insbesondere bei sehr jungen Hunden sollte man behutsam sein: Welpen und Junghunde haben oft noch eine empfindliche Haut und die Unterwolle entwickelt sich erst im Laufe der Zeit vollständig. Wird ein Junghund täglich mit einer harten Bürste malträtiert, kann das Fell darunter leiden und die Haare brechen sogar ab. Bei erwachsenen Tieren richtet sanftes, kurzes Bürsten zwar in der Regel keinen Schaden an – aber es ist meist schlicht nicht nötig, jeden Tag zu bürsten, außer es handelt sich um eine Rasse mit außergewöhnlich hohem Pflegebedarf.

Achte also auf die Signale deines Hundes: Wenn er empfindlich auf der Haut reagiert oder das Bürsten sichtlich unangenehm findet, überprüfe zunächst Werkzeug und Technik. Möglicherweise ist die Bürste zu hart oder du übst zu viel Druck aus. Sanftes Bürsten, das der Fellart angepasst ist, kann praktisch täglich erfolgen, ohne zu schaden – wohingegen grobes oder übertriebenes Bürsten tatsächlich mehr kaputt machen als nützen kann. Eine gute Faustregel ist, so häufig zu bürsten wie nötig, aber so angenehm und kurz wie möglich. Dann bleibt die Fellpflege für deinen Hund eine wohltuende Wellness-Behandlung und keine lästige Prozedur.

 

Felltypen und ihr Bürstbedarf

Jeder Hund bringt seine eigene „Fellgarderobe“ mit. Vom kurzhaarigen Dalmatiner bis zum langhaarigen Collie oder gelockten Pudel – Fell ist nicht gleich Fell. Entsprechend unterschiedlich ist der Pflegeaufwand. Im Folgenden beleuchten wir die gängigen Felltypen und geben Empfehlungen, wie oft gebürstet werden sollte.

Kurzhaarige Hunde (glattes kurzes Fell)

Kurzhaarige Rassen wie z. B. Dalmatiner, Boxer, Beagle oder Dobermann haben ein glattes, dicht am Körper anliegendes Fell mit wenig Unterwolle. Dieses Fell neigt kaum zu Verfilzungen und Schmutz kann relativ leicht abgeschüttelt werden. Der Pflegeaufwand ist gering: In der Regel reicht es, einen kurzhaarigen Hund etwa einmal pro Woche zu bürsten. Damit entfernst du abgestorbene Haare und verteilst den Hauttalg – mehr braucht es meistens nicht. Allerdings haaren auch kurzhaarige Hunde das ganze Jahr über. Du wirst merken, dass gerade während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst selbst bei Kurzhaarigen deutlich mehr Haare ausfallen. In dieser Zeit darfst du ruhig häufiger zur Bürste greifen, z. B. alle ein bis zwei Tage, um die losen Haare zu entfernen.

Für Kurzhaar-Fell eignen sich weiche Bürsten oder Noppenhandschuhe am besten. Damit löst du schonend Staub und lose Haare aus dem Fell, ohne die Haut zu sehr zu reizen. Ein Gummistriegel (eine Bürste mit Gumminoppen) ist beispielsweise ideal, da er gleichzeitig wie eine kleine Massage wirkt. Achte bei kurzhaarigen Hunden besonders darauf, nicht mit zu harten Metallbürsten zu arbeiten – diese könnten Mikroverletzungen auf der empfindlichen Haut verursachen.

 

Hunde mit Unterwolle (Stockhaar, Doppelfell)

Viele beliebte Rassen wie Labrador Retriever, Golden Retriever, Deutscher Schäferhund, Husky oder Spitz haben ein sogenanntes Stockhaar, also dichtes Fell mit Unterwolle. Dieses doppellagige Fell besteht aus einer weichen, dichten Unterwolle und etwas längeren, festeren Deckhaaren. Die Unterwolle fungiert als Wärmedämmung – und wird im Fellwechsel zweimal im Jahr zum Teil ausgestoßen, um Platz für neues Fell zu machen. Hunde mit Unterwolle sollten außerhalb des Fellwechsels etwa ein- bis zweimal pro Woche gebürstet werden. So entfernst du lose Haare und verhinderst, dass die dichte Unterwolle verfilzt oder die Haut nicht mehr atmen kann. Bei langhaarigen Hunden mit Unterwolle (z. B. Collies oder Berner Sennenhunde) kann auch ein etwas häufigeres Bürsten – etwa jeden zweiten Tag – ratsam sein, um Knoten gar nicht erst entstehen zu lassen.

Spätestens im Fellwechsel führt kein Weg an täglichem Bürsten vorbei. In dieser Phase haaren Unterwoll-Hunde extrem stark; oft bilden sich richtige „Wollmäuse“ im Fell. Indem du täglich kämmst, beschleunigst du den Fellwechsel und ersparst deinem Hund viel Juckreiz und lästiges Haarchaos. Viele Hunde genießen es sichtlich, wenn die alte, juckende Unterwolle ausgekämmt wird. Verwende hierfür am besten spezielle Unterwollbürsten oder Kämme (wie z. B. einen grobzinkigen Kamm), die tief in das dichte Fell eindringen und lose Unterwolle herausziehen. Wichtig: Arbeite behutsam in Schichten, um Zug an der Haut zu vermeiden.

Ein Hinweis zum Schluss: Trotz aller Pflege sollte man Unterwoll-Hunden nicht das komplette Fell herausbürsten. Die Unterwolle hat eine wichtige Funktion als Temperatur- und Wetterschutz. Bürste also gründlich, aber mit Augenmaß – ein Rest Unterwolle darf (und soll) bleiben, damit dein Hund weiterhin gegen Kälte und Wärme isoliert ist.

 

Langhaarige Hunde

Langhaarige Rassen wie Collie, Bobtail, Afghane, Shih Tzu oder Havaneser tragen ein prächtiges, oft seidiges Haarkleid, das allerdings auch sehr pflegeintensiv ist. Langes Fell neigt besonders schnell zu Verfilzungen und Schmutzansammlungen, vor allem wenn Unterwolle vorhanden ist. Die Pflege eines Langhaarfells erfordert daher viel Aufmerksamkeit und Regelmäßigkeit. Als Faustregel gilt: Täglich bürsten, mindestens aber alle zwei Tage, um Knoten gar nicht erst entstehen zu lassen. Besonders problematisch sind Stellen hinter den Ohren, an den Achseln und an den Hosen (Hinterläufen) – hier bilden sich oft zuerst Filzknötchen, wenn man nicht aufpasst.

Bei langhaarigen Hunden mit wenig Unterwolle (z. B. Tibet Terrier oder Malteser) mag es im Einzelfall genügen, alle 2–3 Tage zu bürsten, doch die meisten Langhaar-Felle profitieren von einer täglichen Pflege. Hat dein Hund sehr dichtes und langes Fell mit viel Unterwolle (etwa ein Bobtail oder Neufundländer), plane pro Woche mindestens eine Stunde für die Fellpflege ein. Diese kannst du in kürzere Einheiten aufteilen – zum Beispiel morgens und abends 10–15 Minuten bürsten – damit weder du noch der Hund die Geduld verlieren. Eine gründliche Langhaarpflege umfasst oft neben dem Bürsten auch Kämmen in Schichten (um bis an die Haut vorzudringen) und gelegentliches Entfilzen per Hand oder mit speziellen Entfilzungskämmen, falls doch mal ein Knoten entstanden ist.

Geduld und das richtige Werkzeug sind hier essentiell. Für langes Fell eignen sich etwa Zupfbürsten (Slicker-Bürsten) mit feinen Metallborsten, um Knoten zu lösen und Unterwolle auszubürsten. Ergänzend ist ein grobzinkiger Metallkamm hilfreich, um bis auf die Haut durchzukämmen und letzte Reste toter Haare zu entfernen. Bei sehr dichten Langhaarmähnen kann auch ein Entfilzungsmesser zum vorsichtigen Durchtrennen von Filzplatten zum Einsatz kommen – hierbei ist aber Vorsicht geboten, um die Haut nicht zu verletzen.

Tipp: Bade deinen langhaarigen Hund nicht zu oft. Im Zweifel immer erst bürsten und Knoten lösen, bevor Wasser ins Spiel kommt. Nasses verfilztes Fell wird nämlich noch schlimmer (die Knoten ziehen sich zu) und das anschließende Trocknen dauert ewig. Baden ist nur bei Bedarf angesagt, etwa wenn der Hund sich in etwas Übelriechendem gewälzt hat. Im Alltag reicht Bürsten vollkommen, um das Fell sauber zu halten – zu häufiges Baden würde der Haut eher schaden, da schützende Fette ausgewaschen werden.

 

Lockiges oder welliges Fell (Hunde ohne Fellwechsel)

Rassen wie Pudel, Bichon Frisé, Labradoodle, Portugiesischer Wasserhund oder andere „nicht haarende“ Hunde haben ein gelocktes bzw. welliges Fell ohne saisonalen Fellwechsel. Das bedeutet: Sie verlieren vergleichsweise wenig einzelne Haare im Jahresverlauf. Allerdings wachsen die Haare kontinuierlich und fallen nicht von selbst in Büscheln aus – deswegen müssen diese Hunde regelmäßig geschoren oder geschnitten werden. Zwischen den Besuchen beim Hundefriseur ist die Bürste dein wichtigstes Handwerkszeug, um das Fell gepflegt zu halten. Tägliches Bürsten ist bei lockigen Felltypen optimal, da sich gekräuseltes Haar sonst sehr leicht verfilzt. Die Locken neigen dazu, lose Haare, Schmutz und Feuchtigkeit festzuhalten wie ein Schwamm. Kämmt man nicht täglich durch, können innerhalb weniger Tage dichte Filzklumpen entstehen, die nur noch mit der Schere entfernt werden können.

Greife bei lockigem Fell am besten zu weichen Slicker-Bürsten oder speziellen Fellbürsten für Lockenfell, die das Haar sanft entwirren. Ein grobzinkiger Kamm kann ebenfalls hilfreich sein, um bis auf die Haut zu kommen, insbesondere nach dem Baden oder wenn ein Conditioner im Fell ist. Denke auch an versteckte Stellen: Gerade bei Pudeln & Co. wachsen oft Haare in den Ohren oder zwischen den Zehen, die ebenfalls regelmäßig entfernt oder gebürstet werden sollten (zur Ohrenpflege ggf. vom Hundefriseur oder Tierarzt zeigen lassen). Da diese Hunde keinen Fellwechsel durchmachen, ist konsequente Pflege durch den Besitzer wichtig – sonst übernimmt der nächste Groomer einen verfilzten Hund, was für das Tier sehr unangenehm werden kann.

 

Rauhaarige Hunde (Drahthaarfell)

Hunde mit rauem, drahtigem Fell – etwa Rauhaardackel, Terrier (z. B. Foxterrier, Border Terrier), Schnauzer oder rauhhaarige Mischlinge – stellen einen Spezialfall in der Fellpflege dar. Ihr Fell besteht aus hartem Deckhaar und einer weichen Unterwolle, allerdings fällt das Deckhaar bei diesen Rassen nicht von selbst aus. In der Natur würden sich die Hunde an Gestrüpp und Unterholz „trimmen“ (alte Haare würden an Ästen hängen bleiben), aber unsere Haushunde brauchen dabei Unterstützung. Die Pflege eines rauhaarigen Fells erfolgt in zwei Schritten: regelmäßig bürsten und in größeren Abständen trimmen.

Beim Bürsten gilt Ähnliches wie bei anderen Felltypen: Etwa einmal pro Woche gründlich bürsten, um Schmutz und lose Unterwolle zu entfernen. Rauhaar-Fell verfilzt zwar nicht so leicht wie Langhaar, aber lose Unterwolle kann Juckreiz verursachen, wenn sie im Fell verbleibt. Verwende eine Bürste mit festen Borsten oder einen Kamm, der durch das drahtige Deckhaar dringt. Achte darauf, auch hier während des Fellwechsels etwas häufiger zu bürsten, da selbst rauhaarige Hunde haaren (wenn auch feiner und weniger auffallend).

Das Trimmen (auch Handstripping genannt) ist spezifisch für Rauhaarfelle: Dabei werden die reifen, toten Deckhaare mit der Hand oder einem Trimmmesser herausgezupft. Keine Sorge – wenn das Haar reif ist, verursacht das Zupfen keine Schmerzen; die Haare lassen sich relativ leicht entfernen. Durch das Trimmen wird Platz für neues, kräftiges Haar geschaffen, und das Fell behält seine typische feste Struktur. Je nach Rasse und Fellwachstum steht alle paar Monate ein Trimmbesuch beim Hundefriseur an (manche geübte Halter trimmen auch selbst). Zwischen den Trimmsessions hältst du mit dem wöchentlichen Bürsten das Fell sauber und ansehnlich.

Achtung: Schere ein Rauhaarfell möglichst nicht mit einer normalen Schermaschine komplett ab. Dadurch kann die Fellstruktur dauerhaft Schaden nehmen. Stattdessen wirklich trimmen lassen – das ist zwar aufwendiger, aber es kommt der natürlichen Erneuerung des Fells am nächsten und tut der Haut gut.

 

Tipps für die Fellpflege im Alltag

Die beste Fellpflegeroutine ist die, die regelmäßig und stressfrei durchgeführt wird. Hier ein paar praktische Tipps, wie du das Bürsten zur Gewohnheit machen kannst, die sowohl dir als auch deinem Hund gefällt:

·         Früh übt sich: Gewöhne deinen Hund bereits im Welpenalter ans Bürsten. Junge Hunde haben zwar oft noch nicht viel Fell, aber sie lernen so, dass Kämmen etwas Normales und Positives ist. Bürste spielerisch und behutsam, vielleicht nur wenige Minuten, und lobe deinen Welpen ausgiebig dabei. So wird Fellpflege von Anfang an als Wohlfühlprogramm abgespeichert.

·         Die richtige Atmosphäre: Wähle einen ruhigen, gemütlichen Ort und Zeitpunkt fürs Bürsten. Viele Hunde entspannen sich beispielsweise nach einem Spaziergang – da könnt ihr das Bürsten direkt anschließen, wenn der Hund etwas ausgepowert ist. Routine hilft: Wenn du feste Pflegezeiten einführst (etwa jeden Abend nach der letzten Gassirunde), stellt sich der Hund auf den Rhythmus ein.

·         Positiv bestärken: Mach die Fellpflege zu etwas Angenehmem. Beginne jede Session vielleicht mit einer kleinen Massage ohne Bürste – streichle deinen Hund am Rücken und an den Flanken, damit er runterfährt. Dann bürste in ruhigen, gleichmäßigen Zügen in Wuchsrichtung. Sprich dabei beruhigend auf deinen Hund ein. Wenn er brav sitzen bleibt, lobe ihn. Bei Unruhe hilft eine kurze Pause: Zwinge nichts, sondern versuche es später nochmal, damit kein Stress aufkommt. Ein Leckerli nach der erfolgreichen Pflegeeinheit kann ebenfalls Wunder wirken.

·         Passendes Werkzeug: Verwende unbedingt eine Bürste oder einen Kamm, der zum Fell deines Hundes passt. Nicht jede Bürste ist für jeden Felltyp geeignet. Viele Halter probieren mehrere Werkzeuge aus, bis Hund und Bürste harmonieren. Zum Beispiel gibt es für dichte Unterwolle spezielle Zupfbürsten und Unterwollekämme, während für empfindliche oder kurzhaarige Hunde weiche Naturborsten oder Gummibürsten oft besser sind. Dein Hund sollte sich mit dem Werkzeug wohlfühlen, sonst wird jede Pflege zur Qual. Ein guter Indikator: Wenn dein Hund sich nach ein paar Bürstenstrichen genüsslich schüttelt oder anlehnt, scheint das Werkzeug angenehm zu sein.

·         Sanfte Pflege von Kopf bis Pfote: Bürste nicht nur „oberflächlich“ über den Rücken. Denke auch an schwer zugängliche Zonen: hinter den Ohren, am Bauch, an der Rute und zwischen den Hinterläufen. Sei an empfindlichen Stellen (Bauch, Leisten, Pfoten) besonders sanft und verwende dort eher weiche Bürsten oder einen Kamm mit abgerundeten Zinken. Falls dein Hund Stellen hat, an denen er ungern berührt wird, taste dich langsam heran – manchmal hilft es, diese Regionen am Ende jeder Sitzung kurz einzubeziehen, damit der Hund lernt, dass nichts Schlimmes passiert.

·         Bei Bedarf: Profi hinzuziehen: Gerade bei sehr anspruchsvollen Fellen (extrem lang, lockig oder rauhaarig) darf es ruhig hin und wieder der Hundefriseur sein. Professionelle Groomer können nicht nur einen tollen Schnitt zaubern, sondern auch wertvolle Tipps zur Pflege geben und eventuelle Probleme mit Haut und Fell früh erkennen. Ein Besuch alle paar Monate kann die tägliche Pflege zu Hause enorm erleichtern – scheue dich also nicht, dir Unterstützung zu holen.

Abschließend noch ein praktischer Rat: Geduld und Konsequenz sind das A und O. Jeder Hund ist anders – der eine genießt stundenlange Beauty-Sessions, der andere ist nach fünf Minuten gelangweilt. Finde heraus, was für euch beide am besten funktioniert. Lieber täglich kurz bürsten als einmal die Woche eine Marathon-Prozedur. So bleibt die Fellpflege im Hundeleben und im Alltag entspannt integriert.

 

 

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