Katzen- & Hundebetten – worauf kommt es an?

Katzen- & Hundebetten – worauf kommt es an?

Pfotenschutz im Winter – so bleiben Hundepfoten gesund bei Kälte, Schnee und Streusalz Du liest Katzen- & Hundebetten – worauf kommt es an? 16 Minuten

Die Bedeutung eines guten Schlafplatzes für Hund und Katze

 

Haustiere verbringen einen Großteil des Tages schlafend oder dösend. Hunde benötigen oft 12 bis 14 Stunden Schlaf pro Tag, teilweise sogar bis zu 20 Stunden Ruhezeit, und Katzen schlafen durchschnittlich 14 bis 16 Stunden täglich. Gerade junge, ältere oder kranke Tiere brauchen noch mehr Pausen. Bekommt ein Tier nicht genug Schlaf, kann das seine Gesundheit beeinträchtigen und es reagiert gereizt oder unausgeglichen. Ein gemütlicher, sicherer Schlafplatz ist daher essenziell für das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners.

Ein gutes Hundebett oder Katzenbett bietet Ihrem Liebling einen eigenen Rückzugsort, an dem er sich geborgen fühlt und ungestört ausruhen kann. Dort kann das Tier tief schlafen, Muskeln und Gelenke erholen sich, und es startet ausgeglichener in den Tag. Ein geeigneter Schlafplatz unterstützt außerdem die Gesundheit: Hochwertige Betten schonen Gelenke und Wirbelsäule, was gerade bei älteren Tieren das Risiko von Beschwerden wie Arthrose verringern kann. Gleichzeitig schützt ein eigener Ruheplatz Möbel und Teppiche, da Hunde und Katzen weniger geneigt sind, sich andere Liegeplätze (wie Ihr Sofa) zu suchen, wenn sie ein komfortables Bett haben.

Doch worauf kommt es bei der Wahl eines Katzen- oder Hundebetts an? Im Folgenden erfahren Sie, welche Kriterien ein ideales Haustierbett erfüllen sollte und wie Sie den perfekten Schlafplatz für Ihren Hund oder Ihre Katze finden – von der richtigen Größe über das passende Material bis zur Pflege und Platzierung. So stellen Sie sicher, dass Ihr vierbeiniger Freund nicht nur irgendein Bett, sondern seinen neuen Lieblingsplatz bekommt.

 

Was macht einen guten Schlafplatz aus?

Bevor wir zu den konkreten Kaufkriterien kommen, lohnt ein Blick auf den Standort und die Gestaltung des Schlafplatzes. Denn auch das beste Bett nützt wenig, wenn es falsch platziert ist oder das Tier sich dort nicht sicher fühlt.

  • Ruhige, geschützte Lage: Wählen Sie für das Hundebett oder Katzenbett eine ruhige Ecke ohne Durchgangsverkehr. Hunde sind Rudeltiere und schlafen gern in der Nähe ihrer Menschen, möchten aber trotzdem ungestört liegen. Ideal ist also ein Platz im Wohnbereich, etwas abseits vom Trubel, wo der Hund dennoch Sichtkontakt zur Familie hat. Katzen suchen sich ihren Liegeplatz oft selbst – manche mögen eine versteckte Ecke, andere liegen gern erhöht mit Überblick auf dem Geschehen. Für Katzen sind erhöhte Schlafplätze beliebt, etwa auf dem Kratzbaum oder einem Regal, da sie von dort alles im Blick haben.
  • Keine Zugluft, moderate Temperatur: Vermeiden Sie Zugluft und extreme Temperaturen am Schlafplatz. Direkt auf dem Boden in Zugluft oder vor der Klimaanlage sollte kein Bett stehen, da dies zu Erkältungen führen kann. Ebenso ungünstig ist direkte heiße Heizungsluft oder pralle Sonne, da Überhitzung droht. Hunde sollten nicht unmittelbar vor der Heizung liegen. Katzen lieben warme Plätze zwar sehr, aber auch hier gilt Maß: ein Plätzchen auf der Fensterbank über der Heizung ist willkommen, jedoch sollte es nicht zu heiß werden. Achten Sie insgesamt auf eine angenehme, zugfreie Umgebung – so kann Ihr Tier entspannt schlafen.
  • Rückzugsgefühl und Übersicht: Viele Tiere schätzen ein geborgenes Gefühl an ihrem Schlafplatz. Ein Standort in einer Nische oder Ecke gibt z.B. Hunden das Gefühl, von zwei Seiten geschützt zu sein. Gleichzeitig möchten Hunde oft den Überblick behalten. Ein Bett mit erhöhtem Rand in einer Zimmerecke erfüllt beides: Ihr Hund kann sich ankuscheln und hat dennoch den Raum im Blick. Katzen platzieren ihr Körbchen gerne so, dass sie entweder verborgen sind (z.B. in einer Katzenhöhle) oder von oben herabschauen können. Beobachten Sie das Verhalten Ihres Tieres: zieht es sich gern zurück oder bleibt es lieber mitten im Geschehen? Passen Sie den Standort entsprechend an.
  • Eigener Bereich: Idealerweise hat jedes Haustier einen festen Platz, der nur ihm gehört. So weiß Ihr Hund oder Ihre Katze, wo es schlafen darf und kann dort zur Ruhe kommen. Entfernen Sie in der direkten Umgebung Ablenkungen wie lautes Spielzeug oder Futternäpfe, damit der Schlaf nicht gestört wird.
  • Sicherheit: Achten Sie darauf, dass der Schlafplatz sicher ist – z.B. für ältere Katzen keinen hohen Standort ohne Absturzsicherung (Senioren sollten lieber in Bodennähe schlafen wegen der Sturzgefahr). Bei Welpen oder verspielt tobenden Tieren sollte das Bett rutschfest stehen, damit sie beim Hineinspringen nicht mitsamt Bett wegrutschen. Eine rutschfeste Unterseite oder gummierte Noppen am Bett sind hier ideal.

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Hunde- und Katzenbetten

Bei der großen Auswahl an Hundebetten, Katzenkörbchen, Kissen und Kuschelhöhlen stellt sich die Frage: Woran erkennt man ein wirklich gutes Haustierbett? Im Folgenden beleuchten wir die zentralen Kaufkriterien, die ein hochwertiges Bett für Hund oder Katze erfüllen sollte.

1. Passende Größe und Form

Größe: Die richtige Größe des Bettes ist entscheidend für den Komfort. Ihr Haustier sollte sich ausstrecken können, ohne eingeengt zu sein. Für Hunde gilt als Faustregel: Körperlänge plus etwa 20–30 cm zusätzlichen Platz einplanen. Selbst wenn Ihr Hund meistens zusammengerollt schläft, wird er sich zwischendurch auch mal der Länge nach ausstrecken wollen. Ist das Bett zu klein, fühlt er sich auf Dauer unwohl oder es drückt ihn an den Rändern. Katzenbetten sollten groß genug sein, dass die Katze sich darin drehen und komplett ausstrecken kann – aber auch nicht so riesig, dass die Katze sich darin verloren fühlt. Viele Samtpfoten mögen es kuschelig; ein zu großes Bett ohne Rand vermittelt ihnen womöglich weniger Geborgenheit.

Form und Typ: Beobachten Sie die Schlafgewohnheiten Ihres Tieres, um die passende Form zu wählen. Streckt Ihr Hund sich gern auf der Seite oder dem Rücken aus, bevorzugt er wahrscheinlich ein offenes Hundekissen ohne hohen Rand. Ein rechteckiges Hundekissen oder Matratzenbett bietet hier genug Fläche. Kuschelt sich Ihr Hund hingegen gerne ein und schläft zusammengerollt, wird er ein Bett mit umschließenden Rändern lieben – etwa ein klassisches Hundekörbchen mit hohem Rand oder ein Donut-Bett. Solche runden Kuschelbetten bilden eine Mulde, in der der Hund angenehm eingerollt schlafen kann. Hunde legen auch gern den Kopf auf erhöhte Seitenränder, um ihre Umgebung zu beobachten.

Für Katzen gilt Ähnliches: runde Kuschelkörbchen oder Katzenhöhlen kommen dem natürlichen Bedürfnis vieler Katzen nach engem, geborgenem Liegen entgegen. Eine Katzenhöhle (Iglo) bietet zusätzlich einen Höhleneffekt – ideal für Tiere, die sich gern verstecken oder es dunkel mögen. Wichtig: Die Höhle muss ausreichend groß sein, dass die Katze darin bequem sitzen kann, ohne den Kopf einzuziehen. Manche Katzen schlafen aber auch gerne ausgestreckt auf einem Katzenkissen oder einem erhöhten Liegeplatz ohne Wände. Hier kann eine Kuscheldecke als Unterlage dienen, die sich flexibel platzieren lässt.

Schlafposition und Vorlieben: Kein Tier ist wie das andere. Während viele kleine Hunde und Katzen sich eng zusammenrollen, brauchen große Hunde oft Platz. Beachten Sie auch Rasseeigenschaften: Windhunde etwa liegen gern eingerollt in weichen Betten, wohingegen Herdenschutzhunde oder große Rassen es bevorzugen, sich lang auszustrecken. Einige Tiere suchen eher die Enge und Wärme (z.B. Dackel in Höhlen, was ihrem ursprünglichen Bau-Instinkt entspricht), andere wollen freien Ausblick und nur ein flaches Polster. Wenn Sie Ihren Vierbeiner eine Weile beobachten, wissen Sie bald, welche Schlafstellung er bevorzugt und können das Bett entsprechend auswählen.

2. Material des Bezugs und Füllung

Bezug / Außenmaterial: Das Obermaterial eines Tierbettes sollte strapazierfähig, aber zugleich angenehm für das Tier sein. Wichtig ist, dass keine Verletzungsgefahr durch das Material besteht: Sehr flauschige Stoffe mit Schlingen (z.B. Plüsch oder Frotte) sind weniger geeignet, da sich Tierkrallen darin verfangen können. Besser sind glatte, eng gewebte Stoffe ohne Schlaufen. Ein Beispiel ist robuster Baumwollstoff: dieser ist weich, aber ohne lange Fasern, sodass auch feine Katzenkrallen nicht so leicht Fäden ziehen. Generell sollte der Stoff wärmend, aber atmungsaktiv sein. Das heißt, er hält kuschelig warm, ohne einen Hitzestau zu verursachen. Materialien wie reine Baumwolle oder Leinen sind atmungsaktiv und temperaturausgleichend, was bedeutet, dass sie im Sommer einen kühlenden Effekt haben und im Winter warm halten. Synthetische Plüschbezüge hingegen fühlen sich zwar weich an, können aber Wärme stauen und den Hund beim Schlafen überhitzen lassen.

Ein weiterer Punkt ist die elektrostatische Aufladung. Kunstfaserstoffe (Polyester, Fleece usw.) laden sich in trockener Umgebung leicht statisch auf und können beim Tier kleine Stromschläge verursachen oder das Fell zum „Fliegen“ bringen. Viele Haustiere mögen dieses Knistern und die kleinen Entladungen überhaupt nicht – manche Katzen erschrecken richtig davor. Naturfasern wie Baumwolle haben hier einen großen Vorteil: Sie sind von Natur aus weniger anfällig für statische Aufladung, da sie Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und ableiten können. Das sorgt für ein angenehmeres Gefühl – kein „Brizzeln“ beim Hinlegen oder Streicheln..

Schadstofffreiheit: Egal für welches Material Sie sich entscheiden – es sollte frei von Schadstoffen und chemischen Gerüchen sein. Gerade günstige Importprodukte können mit Formaldehyd, Flammschutzmitteln oder Farbstoffen belastet sein, die einen starken chemischen Geruch verströmen. Hunde und Katzen haben einen viel feineren Geruchssinn als wir. Ein strenger Chemiegeruch ist nicht nur unangenehm, sondern kann sogar dazu führen, dass das Tier das Bett meidet. Wenn Ihr Tier also das neue Bett partout nicht nutzen will, kann es an solchen Restgerüchen liegen. Ein gutes Indiz ist der eigene Geruchstest: Riecht das Bett beim Auspacken penetrant nach Chemie, lieber Finger weg. Idealerweise achten Sie auf Zertifikate wie Öko-Tex 100, die garantieren, dass keine gesundheitsbedenklichen Substanzen enthalten sind. Hochwertige Hersteller werben mit schadstoffgeprüften Materialien – diese Betten sind für Tier (und Mensch) besser. Naturmaterialien haben hier einen Pluspunkt: Baumwolle, Hanf, Kokosfasern etc. kommen ohne synthetische Chemie aus und enthalten keine Mikroplastik-Fasern oder toxischen Ausdünstungen. Zudem sind sie hautfreundlich und für Allergiker (Tier wie Mensch) oft besser verträglich.

3. Pflegeleichtigkeit und Hygiene

Haustierbetten müssen einiges aushalten: schmutzige Pfoten, Haarverlust, Speichel, vielleicht mal einen „Unfall“ oder parasitären Befall. Hygiene ist daher ein wichtiges Kriterium. Achten Sie darauf, dass das Bett leicht zu reinigen ist – idealerweise maschinenwaschbar. Im Alltag fällt Schmutz kaum aus: Hunde kommen vom Spaziergang mit nassem Fell oder Erde an den Pfoten zurück und legen sich hin, Katzen verlieren Haare und manchmal auch etwas Katzenstreu aus den Pfoten im Bettchen. Ein waschbares Hundebett bzw. Katzenbett ermöglicht es, regelmäßig Sauberkeit herzustellen, sodass weder Gerüche noch Krankheitskeime sich festsetzen.

Waschbar: Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Bett komplett (nicht nur der Bezug) waschbar ist. Prüfen Sie die Pflegeetiketten: Waschbarkeit bei 30°C reicht für normale Verschmutzungen, doch wirklich hygienisch wird es erst ab 60°C. Warum 60 Grad? Bei dieser Temperatur werden Bakterien, Pilzsporen und Parasiten zuverlässig abgetötet. Falls Ihr Tier einmal Flöhe, Milben oder andere Parasiten hat, können Sie durch Waschen bei 60°C diese unliebsamen Gäste eliminieren. Gleiches gilt bei Hautpilzen oder einfach, um Hausstaubmilben (wichtig für Allergiker) zu reduzieren. Viele günstige Betten erlauben jedoch nur 30°C-Wäsche – das entfernt zwar Flecken, tötet aber z.B. Milben nicht ab. Greifen Sie daher vorzugsweise zu Betten die auf 60°C waschbar sind. Einige Premium-Produkte gehen noch weiter und sind sogar bei 95°C waschbar und trocknergeeignet, was maximale Keimfreiheit garantiert (das ist vor allem im medizinischen Bereich oder bei stark allergischen Fällen interessant). Aber 60°C ist für den normalen Hausgebrauch ein guter Richtwert für hygienische Reinheit.

Trocknung: Damit die Pflege leicht von der Hand geht, ist es von Vorteil, wenn das Bett trocknergeeignet ist.

Regelmäßige Reinigung: Waschen Sie das Bett etwa alle 2–4 Wochen, je nach Verschmutzung und Fellwechsel. Zwischendurch kann man das Bett absaugen (Tierhaare entfernen) und auslüften. Es empfiehlt sich tatsächlich, das gesamte Bett regelmäßig gut auszulüften – am besten an der frischen Luft oder in der Sonne, was auch Gerüche neutralisiert. Einige Experten raten, zwei Betten im Wechsel zu nutzen, damit immer eins gründlich auslüften kann. Übertreiben muss man es aber nicht: finden Sie ein praktikables Pflegeintervall, das Ihr Haustier sauber und gesund hält, ohne dass es zum großen Aufwand wird.

4. Verarbeitung und Langlebigkeit

Ein Haustierbett wird täglich beansprucht – da ist Qualität in der Verarbeitung wichtig, damit es nicht nach kurzer Zeit auseinanderfällt. Robustheit zahlt sich hier aus, denn wer billig kauft, kauft oft zweimal. Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte in Sachen Qualität und Haltbarkeit:

  • Stabile Nähte: Prüfen Sie die Nähte an Kissen und Bezügen. Diese sollten sauber und fest vernäht sein, idealerweise mit Doppelnähten oder verstärkten Nähten an belasteten Stellen. Lose Fäden oder lückenhafte Nähte sind Warnzeichen – dort könnte das Bett bald reißen. Eine durchgehende, gleichmäßige Naht zeugt von guter Verarbeitung.
  • Hochwertige Materialien: Wie bereits unter Material erwähnt, sind widerstandsfähige Stoffe wichtig. Ein guter Bezug nutzt ein dickes, reißfestes Gewebe (z.B. Canvas-Baumwolle, Möbelstoff oder Kunstleder). Gerade Hunde können ihre Krallen nicht einziehen – wenn sie plötzlich aufspringen oder im Bett scharren, muss das Material dem standhalten. Billige Bezüge aus dünnem Polyester reißen hier schnell.
  • Kratzen und Kauen: Überlegen Sie, wie Ihr Tier mit seinem Bett umgeht. Junge Hunde (Welpen) knabbern gerne mal am Rand oder zerren das Bett durch die Gegend. Das Bett sollte also kaugeeignet sein – d.h. keine Kleinteile (Knöpfe, Deko) die verschluckt werden können, und ein Stoff, der ein gewisses Ziehen und Zerren aushält. Beim Katzenbett wiederum ist wichtig, dass das Material krallenresistent ist; viele Katzen kratzen zur Entspannung oder beim „Treteln“ auf ihrem Schlafplatz.
  • Made in ...: Ein Hinweis kann auch das Herstellungsland sein. Betten, die in Deutschland gefertigt werden, unterliegen strengen Vorgaben (z.B. was Schadstoffe angeht) und haben oft eine höhere Verarbeitungsqualität. Zudem fördert man faire Arbeitsbedingungen, wenn man lokal produzierte Ware kauft. Natürlich gibt es auch gute Import-Produkte – aber bei No-Name-Schnäppchen ist die Wahrscheinlichkeit von Qualitätsmängeln höher. Handarbeit oder Manufaktur-Fertigung kann ein Qualitätsmerkmal sein, da hier oft sorgfältiger gearbeitet wird im Vergleich zur Massenproduktion.
  • Langlebigkeit rechnet sich: Ein qualitativ hochwertiges Bett mag in der Anschaffung teurer sein, hält dafür aber viele Jahre, oft ein Tierleben lang. Es bleibt formstabil und funktional, während Billigprodukte häufig nach ein paar Monaten ersetzt werden müssen. Langfristig sparen Sie also sogar Geld und schonen die Umwelt (weniger Müll), wenn Sie auf Langlebigkeit achten.

Kurz gesagt: Schauen Sie genau hin, wie ein Bett verarbeitet ist. Stabilität, saubere Verarbeitung und gute Materialien sind das Fundament für ein qualitativ hochwertiges Hundebett oder Katzenbett, an dem Sie und Ihr Tier lange Freude haben. Lieber einmal etwas mehr investieren, als ständig ein durchgelegenes oder kaputtes Bett ersetzen zu müssen. Qualität zahlt sich hier aus – in Komfort, Haltbarkeit und Sicherheit.

5. Komfort und besondere Bedürfnisse

Jedes Tier hat individuelle Vorlieben und eventuell besondere Bedürfnisse, die beim Schlafplatz berücksichtigt werden sollten:

  • Orthopädischer Komfort: Ältere Tiere oder solche mit Gelenkproblemen profitieren enorm von einem orthopädischen Bett. Diese Betten bestehen oft aus Memory Foam oder mehrschichtigen Matratzen, die sich dem Körper anpassen und Druckpunkte entlasten. Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke optimal unterstützt, und Druckstellen wird vorgebeugt. Wenn Ihr Hund Anzeichen von Arthrose, Hüftproblemen oder einfach Steifheit nach dem Aufstehen zeigt, kann eine viskoelastische Matratze im Hundebett für Linderung sorgen. Auch vorbeugend greifen viele Besitzer großer oder schwerer Rassen frühzeitig zu orthopädischen Betten, um den Bewegungsapparat zu schonen. Für Katzen gibt es ebenfalls orthopädische Kissen – insbesondere schwere oder ältere Katzen mit Arthritis (kommt vor allem bei Senioren vor) schätzen die gelenkschonende Unterlage. Ein orthopädischer Katzen-Schlafplatz ist meist ein flaches Kissen aus Memory-Schaum oder Latex, manchmal mit Rand, das dem Körper der Katze die nötige Unterstützung gibt.
  • Wärme und Kälte: Ein guter Schlafplatz sollte das Tier vor Bodenkälte schützen. Insbesondere Hunde, die auf Fliesen oder im Keller schlafen, brauchen ein gut gepolstertes Bett, das Kälte abhält. Dicke Matratzen oder isolierende Materialien (z.B. Schaumstoff, Styroporkern) helfen hier. Gleichzeitig sollte das Material atmungsaktiv genug sein, damit im Sommer kein Wärmestau entsteht. Naturfasern wie Baumwolle und Hanf sind hier von Vorteil, da sie temperaturregulierend wirken. Im Sommer bleibt das Schlafklima eher kühl und luftig, im Winter halten sie die Körperwärme gut. Viele Halter nutzen auch je nach Saison verschiedene Unterlagen: eine Kühlmatte im Sommer oder eine zusätzliche Thermodecke im Winter. Ein qualitativ hochwertiger Baumwoll-Bezug hat jedoch oft den Vorteil, dass er sich von Natur aus dem Klima anpasst.
  • Höhlen und Überdachungen: Einige Tiere – insbesondere Katzen, kleine Hunde oder auch Windhunde/Dackel – lieben es, höhlenartig zu schlafen. Für sie gibt es Hundehöhlen, Katzenhöhlen oder Schlafsäcke, in die sie sich hineinkuscheln können. Dackel zum Beispiel wurden ursprünglich für die Baujagd gezüchtet und mögen es genetisch bedingt dunkel und eng; bis heute graben sich viele Dackel gerne unter Decken ein oder schätzen eine Höhle als Schlafplatz. Gleiches gilt für schlanke Windhunde mit wenig Unterfell, die schnell frieren – ein gefütterter Schlafsack bietet ihnen wohlige Wärme. Wenn Ihr Tier also ständig unter Ihrer Decke verschwindet, könnte eine spezielle Haustier-Höhle eine gute Lösung sein.
  • Mehrtierhaushalt: Haben Sie mehrere Tiere, achten Sie darauf, dass jeder sein eigenes Bett hat (sofern die Tiere nicht ausdrücklich zusammen in einem schlafen möchten). Das beugt Streit um den Platz vor. Manche Hunde teilen ihr Bett ungern mit anderen. Katzen wiederum wechseln zwar oft die Schlafplätze, aber es empfiehlt sich, mehrere attraktive Liegeplätze anzubieten – gerade in Mehrkatzenhaushalten, damit kein Konkurrenzdruck entsteht.

Abschließend kann man sagen: Kennt man die Bedürfnisse seines Tieres, lässt sich das passende Bett finden. Ob orthopädischer Liegekomfort, extra Wärme, eine Höhle zum Verstecken oder einfach ein robustes Kissen für drinnen und draußen – der Markt bietet für jeden Spezialfall Lösungen. Wägen Sie ab, was wirklich nötig ist, und investieren Sie in Features, die den Schlaf und die Gesundheit Ihres Lieblings verbessern (z.B. Orthopädie, Naturmaterialien), während Sie auf überflüssigen Schnickschnack verzichten können.

Am Ende dankt es Ihnen Ihr vierbeiniger Freund mit wohligem Schnurren oder entspanntem Schnarchen. Ein guter Schlafplatz ist ein Ort der Geborgenheit und Regeneration – damit Ihr Hund oder Ihre Katze sich rundum wohlfühlt und Sie lange Freude aneinander haben. Guten Schlaf! 🐾


 

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